Donnerstag, 10. November 2022

19.00 Uhr

FILMMUSEUM im Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1 · 80331 München

Eintritt: 5,- EUR

KEINE Telefonische Kartenreservierung!
Kassenöffnung jeweils 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung.
Vorverkauf an der Kasse oder online jeweils eine Woche im Voraus.

SPIELFILM: R.M.N.


SPIELFILM: R.M.N. | Rumänien 2022 | R+B: Cristian Mungiu | K: Tudor Vladimir Panduru | D: Marin Grigore, Judith State, Macrina Bârlădeanu, Moldovàn Orsolya, Ovidiu Crişan, Andrei Finţi, Blenvesi Edward Mark, Lucian Ifrim | 126 min | OmeU | Gesellschaftsdrama

Nach einem Vorfall in einem Schlachthof in Deutschland kehrt Matthias unerwartet in seine Heimat zurück: ein Dorf in Transsilvanien, in einer Gegend, in der rumänische, ungarische und deutschstämmige Menschen leben. Und drei Migranten aus Sri Lanka, die in einer Großbäckerei Arbeit finden, bald jedoch zum Stein des Anstoßes werden. Hetzer beklagen die „Hygiene“ der „braunen Hände“, die den Teig anfassen, andere wollen etwas von einer besonderen Virus-Übertragbarkeit bei Menschen wissen, die nicht „von hier“ sind. Cristian Mungiu weitet das anfängliche Familiendrama immer stärker zu einem großen sozialen Panorama, in dem die tiefe Provinz stark in globale Verhältnisse eingebunden ist (und in die EU-Bürokratie), und in dem Kirche und Politik keinen mäßigenden Einfluss mehr haben. Matthias, der Mann zwischen zwei Frauen und zwischen zwei Haltungen, muss am Ende entscheiden, ob ein Mann mit einer Waffe etwas ausrichten kann.

Zu Gast: Judith State

Freitag, 11. November 2022

18:00 Uhr

FILMMUSEUM im Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1 · 80331 München

Eintritt: 4,- EUR

KEINE Telefonische Kartenreservierung!
Kassenöffnung jeweils 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung.
Vorverkauf an der Kasse oder online jeweils eine Woche im Voraus.

SPIELFILM: Luca

SPIELFILM: Luca | Rumänien 2021 | R: Horațiu Mălăele | B: Adrian Lustig | K: George Dăscălescu | M: Thierry Malet | D: István Téglás, Andi Vasluianu, Mădălina Craiu, Rodica Mandache, Bogdan Mălăele, Ovidiu Niculescu, Dan Ursu, Victor Canache | 104 min | OmeU | Surreales Drama

Luca, ein rumänischer Taxifahrer in Amerika, der eigentlich als Schauspieler Erfolg haben möchte, gerät in eine Mafiageschichte, die ihn schließlich mit neuer Identität in sein Herkunftsland zurückbringt. Hier entdeckt er, dass er die Beamten, die für seinen „Schutz“ zuständig sind, schon kennt – von einer rektal sehr unangenehmen Zollangelegenheit noch aus der Zeit des Kommunismus. Horațiu Mălăele inszeniert eine symbolschwangere Geschichte mit vielen grotesken und surrealen Momenten. Der scheinbar schwache Held muss auf den Moment warten, in dem er seine Ohnmacht (mit Hilfe amerikanischen Geldes) in eine genüssliche Schlachtplatte verwandeln kann.

Freitag, 11. November 2022

21:00 Uhr

FILMMUSEUM im Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1 · 80331 München

Eintritt: 4,- EUR

KEINE Telefonische Kartenreservierung!
Kassenöffnung jeweils 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung.
Vorverkauf an der Kasse oder online jeweils eine Woche im Voraus.

SPIELFILM: Rondul de noapte

SPIELFILM: Rondul de noapte (Night Patrol) | Rumänien 2021 | R+B+K: Iosif Demian | M: Erika Józsa Demian | D: László Mátray, Ilinca Hărnuţ, Zsolt Bogdán, Ada Condeescu, Cuzin Toma, Judith State, Răzvan Vasilescu, Manuela Hărăbor, Tudor Istodor | 118 min | OmeU | Surreales Drama

„Wo wirst du heute Nacht mit mir schlafen?“ Diese Frage einer Frau an ihren Begleiter könnte man als frivolen Auftakt zu einem erotischen Experiment nehmen. In Iosif Demians modernem Reigen aber wird das Begehren, das nach einem außergewöhnlichen Ort sucht, zum Motor in einer Geschichte, die im Grunde erst vom Ende her verständlich wird. In einer Reihe von Episoden tauchen Figuren auf, die zum Teil auffällig kostümiert sind, aber auch die, die in normaler Abend- oder Cocktailgarderobe unterwegs sind, verhalten sich theatralisch. Alle sind Schauspieler nach der Probe. Ein verklemmter Mann kommt zu einer Prostituierten, deren Séparée zugleich Bühne ist. Ein anderer Mann versucht, ein Mädchen vor dem Selbstmord zu bewahren. Die Nacht als Ort des choreographierten Zufalls.

Zu Gast: Josif Demian, Drehbuchautor und Regisseur und Erika Józsa Demian, Filmkomponistin
Preisverleihung

Samstag, 12. November 2022

18:00 Uhr

FILMMUSEUM im Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1 · 80331 München

Eintritt: 4,- EUR

KEINE Telefonische Kartenreservierung!
Kassenöffnung jeweils 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung.
Vorverkauf an der Kasse oder online jeweils eine Woche im Voraus.

KURZFILM: Reflexii în Est

KURZFILM: Reflexii în Est (The West Reflecting in the East) | Rumänien 2020 | R+B: Andreea Borțun | K: Laurențiu Răducanu | 15 min | OmeU |

Gespräche mit rumänischen Frauen, die in Westeuropa gearbeitet und dort ihre Erfahrungen gemacht haben.

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DOKUMENTARFILM: Pâinea noastră

Dokumentarfilm: Pâinea noastră (Our Daily Bread) | Rumänien 2022 | R+B: Şerban Georgescu | K: Bogdan Slăvescu, Daniel Oprea | 70 min | OmeU | Gesellschafts-Dokumentar

Die Bäckerei MamaPan hat ein starkes soziales Interesse. Hier soll nicht nur Brot hergestellt werden, hier sollen vor allem Frauen einen stabilen Arbeitsplatz haben, damit sie ihr ansonsten häufig schwieriges Leben in den Griff bekommen. Social Enterprise nennt man das, wobei die beiden Gründerinnen, Irina und Corina, ihr Anliegen unabhängig von solchen Konzepten verstehen. Şerban Georgescu stellt die Mitarbeiterinnen von MamaPan vor: Andreea, die in einer winzigen Wohnung drei Kinder allein großzieht; Adriana, die nicht lesen und schreiben kann, auch keinen Dienstplan, und in einem Roma-Ghetto lebt; schließlich Luminiţa, die sich als Bettlerin durchschlug. Vor dem Hintergrund einer großen Arbeitsmarktkrise erschließt dieser Film einen kleinen Arbeitsmarkt und seine sozialen Hintergründe.

Zu Gast: Gabi Suciu-Pădurețu, Produzentin — Preisverleihung

Samstag, 12. November 2022

21:00 Uhr

FILMMUSEUM im Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1 · 80331 München

Eintritt: 4,- EUR

KEINE Telefonische Kartenreservierung!
Kassenöffnung jeweils 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung.
Vorverkauf an der Kasse oder online jeweils eine Woche im Voraus.

SPIELFILM: Marocco

SPIELFILM: Marocco (Mikado) | Rumänien 2022 | R: Emanuel Pârvu | B:
Alexandru Popa, Emanuel Pârvu | K: Silviu Stavilă | D: Şerban Pavlu, Ana Indricău, Tudor Cucu-Dumitrescu, Crina Semciuc, Emilia Popescu, Vlad Brumaru, Tania Filip, Mihaela Sîrbu, Mirela Gorea | 96 min | OmeU | Krimi

Magda bekommt zum Geburtstag eine kostbare Halskette, doch schon wenige Tage später stellt ihr Vater Cristi fest, dass sie sie nicht mehr trägt. Er verbeißt sich in die Frage, was sie damit gemacht hat. So kommt es zu einer turbulenten Szene in einem Krankenhaus, in dem Magdas Freund Iulian als Clown arbeitet. Die Sache mit dem Verbleib des Schmuckstücks ist komplex, und genau darum geht es Emanuel Pârvu in seinem Alltagsdrama: er zeigt, wie menschliche Handlungen ineinander greifen, wie sie manchmal ungewollte Folgen haben, wie Klassenverhältnisse und persönliche Eigenschaften sich vermischen. Magda und Iulian könnten ein glückliches junges Paar sein, wäre da nicht die Tücke eines Objekts, mit dem es alle gut gemeint haben, das aber nicht immer das Beste im Menschen zum Vorschein bringt und am Ende eine Katastrophe auslöst.

Zu Gast: Emanuel Pârvu, Drehbuchautor und Regisseur — Preisverleihung

Sonntag, 13. November 2022

17:00 Uhr

FILMMUSEUM im Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1 · 80331 München

Eintritt: 5,- EUR

KEINE Telefonische Kartenreservierung!
Kassenöffnung jeweils 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung.
Vorverkauf an der Kasse oder online jeweils eine Woche im Voraus.

SPIELFILM: Neidentificat

SPIELFILM: Neidentificat (Unidentified) | Rumänien 2021 | R: Bogdan George Apetri | B: Iulian Postelnicu, Bogdan George Apetri | K: Oleg Mutu | M: Frédéric Chopin | D: Bogdan Farcaş, Vasile Muraru, Dragoş Dumitru, Ana Popescu, Ioana Bugarin, Emanuel Pârvu, Ana Ularu, Olimpia Mălai, Andrei Aradits, Ovidiu Crişan | 124 min | OmeU | THRILLER

Ein Thriller, der in den Bergen rund um die Stadt Piatra Neamț spielt. Brandanschläge auf Hotels sorgen für Aufsehen, der Polizist Florin ist eigentlich nicht zuständig, reißt aber die Ermittlungen an sich. Er verfolgt gezielt einen mörderischen Plan und manipuliert sich einen einfachen Mann namens Bănel, einen „tsigan“, als Sündenbock zurecht. Die Stärke des Films liegt darin, dass Bogdan George Apetri den Rassismus schließlich in einer starken Wendung als Ausdruck einer fanatisch kompensierten, individuellen Kränkung erkennbar werden lässt, dann aber mit einem letzten Twist alles auf eine allgemeinere Ebene hebt. Und der allerletzte Twist dreht dann alles noch einmal um.

Zu Gast: Emanuel Pârvu — Schauspieler

Sonntag, 13. November 2022

20:00 Uhr

FILMMUSEUM im Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1 · 80331 München

Eintritt: 4,- EUR

KEINE Telefonische Kartenreservierung!
Kassenöffnung jeweils 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung.
Vorverkauf an der Kasse oder online jeweils eine Woche im Voraus.

SPIELFILM: Miracol

SPIELFILM: Miracol (The Miracle) | Rumänien 2022 | R+B: Bogdan George Apetri | K: Oleg Mutu | D: Iona Bugarin, Emanuel Pârvu, Cezar Antal, Ovidiu Crişan, Valeriu Andriuţă, Valentin Popescu, Marian Râlea, Cătălina Moga, Ana Ularu, Vasile Muraru, Olimpia Mălai, Mircea Postelnicu, Bogdan Farcaş | 118 min | OmeU | THRILLER

Eine junge Novizin fährt mit dem Taxi aus einem Kloster in die Stadt. Sie muss sich unterwegs umziehen, denn sie hat etwas vor, wozu ihr klösterlicher Habit nicht passt. Auf dem Rückweg nimmt sie erneut ein Taxi, wieder gibt es ein langes Gespräch mit dem Fahrer. Dann geschieht etwas Ungeheuerliches. Der zweite Teil des Films folgt dem Polizisten Marius, der nur noch wenige Stunden hat, um stichhaltige Beweise gegen einen Untersuchungshäftling zu finden: den zweiten Taxifahrer. Wieder, wie schon in UNIDENTIFIED, die überschießende Aktivität eines Ermittlers. Die protokollartige Dramaturgie, die so typisch ist für viele rumänische Filme, wird schließlich in der Pointe des Films (die auf eine sehr merkwürdige Weise eben auch ein Wunder ist, aber auch ein technisch-handwerkliches Meisterwerk: eine Sequenzeinstellung von 16 Minuten) selbst zum Thema. Ein Film der Halbierungen, Verdopplungen, Umkehrungen, Spiegelungen.

Zu Gast: Emanuel Pârvu — Schauspieler

Freitag, 18. November 2022

21:00 Uhr

FILMMUSEUM im Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1 · 80331 München

Eintritt: 5,- EUR

KEINE Telefonische Kartenreservierung!
Kassenöffnung jeweils 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung.
Vorverkauf an der Kasse oder online jeweils eine Woche im Voraus.

KURZFILM: Solitary

KURZFILM: Solitary | USA 2021 | R+B+D: Tudor Munteanu | K: Daniel Wyland | M: José Chipi Estrada | 22 min | OmeU |

Ein Mann in einer Zelle, eingesperrt auf engstem Raum, ist zugleich ein Mann, der im ewigen Eis einen weiten Weg zurückzulegen versucht. Extremerfahrungen, freiwillig wie unfreiwillig.

SPIELFILM: Imaculat

SPIELFILM: Imaculat (Immaculate) | Rumänien 2022 | R: Monica Stan & George Chiper-Lillemark | B: Monica Stan | K: George Chiper-Lillemark | M: Jonas Albrecht | D: Ana Dumitraşcu, Vasile Pavel, Cezar Grumăzescu, Ilona Brezoianu, Bogdan Farcaş, Dan Ursu, Ozana Oancea | 114 min | OmeU | Drama

Unversehens findet sich Daria in einer Klinik für Heroinsüchtige wieder. Sie kam über ihren Freund zur Sucht, der Freund ist im Gefängnis, und Daria muss sich in einer Therapiegruppe von Männern zurechtfinden, die alle sofort etwas von ihr wollen: einen Kuss, eine Umarmung, ein paar Methadon-Tabletten. Häufig geschieht nicht allzuviel, die Insassen dämmern durch den Tag, dann gibt es aber auch wieder Gruppenrituale, Tanzen oder Kitzeln, das Begehren sucht nach Formen. Die Machtverhältnisse in der Gruppe verschieben sich immer wieder, Übergriffe wechseln mit solidarischen Gesten. Monica Stan geht von eigenen Erfahrungen aus und schafft im intimen wie beklemmenden 4:3-Format einen spannenden Film über einen unheimlichen sozialen Raum.

Samstag, 19. November 2022

21:00 Uhr

FILMMUSEUM im Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1 · 80331 München

Eintritt: 4,- EUR

KEINE Telefonische Kartenreservierung!
Kassenöffnung jeweils 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung.
Vorverkauf an der Kasse oder online jeweils eine Woche im Voraus.

SPIELFILM: Oameni de treabă

SPIELFILM: Oameni de treabă (Men of Deeds) | Rumänien 2022 | R: Paul Negoescu | B: Radu Romaniuc, Oana Tudor | K: Ana Drăghici | M: Marius Leftărache | D: Iulian Postelnicu, Vasile Muraru, Anghel Damian, Crina Semciuc, Daniel Busuioc, Annemarie Chertic, Oana Tudor | 108 min | OmeU | Krimi

Ilie (großartig: Iulian Postelnicu) ist Polizist in einem Dorf in Moldawien. Er führt ein bescheidenes, angenehmes Leben und träumt von einem Obstgarten vor dem Haus. Er fügt sich in das System lokaler Patronage, in dem alles von dem allmächtigen Bürgermeister Costică und dem Pfarrer Edi gelenkt wird. Als es einen Toten gibt, und ein neuer, junger Kollege von auswärts zu ermitteln beginnt, wird es für Ilie schwierig. Er verstrickt sich immer tiefer in die lokalen Mafia-Strukturen, macht sich aber auch Gedanken. Die Gewalt eskaliert, und Ilie versucht verzweifelt, der Situation Herr zu werden. Mit einem schwachen Helden im Mittelpunkt entwickelt Paul Negoescu sehr präzise ein Soziogramm traditioneller gesellschaftlicher Verhältnisse in der rumänischen Provinz. Das groteske Finale mit Tränen und Äxten sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass MEN OF DEEDS im Kern ein realistischer Film ist.

Zu Gast: Paul Negoescu
Verleihung des Publikumspreises für den besten Spielfilm 2022